Wissenswertes – Einblicke, Methoden und Empfehlungen

In dieser Rubrik finden Sie ausgewählte Informationen, weiterführende Inhalte und Empfehlungen aus unserem therapeutischen Netzwerk.
Die vorgestellten Ansätze ergänzen unsere Arbeit in der Praxis und geben Ihnen einen vertieften Einblick in diagnostische und therapeutische Verfahren der ganzheitlichen Medizin.

Ernährung – Freund oder Feind?

Ernährung ist ein Thema, das uns täglich begleitet. Sie ist Genuss, Kultur und Gemeinschaft – und gleichzeitig ein wichtiger Faktor für unsere körperliche und mentale Gesundheit.

Doch welche Ernährung ist die richtige? Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht. Was dem einen Menschen guttut, kann für einen anderen weniger geeignet sein. Entscheidend ist deshalb immer auch die individuelle Situation.

Die folgenden Ausführungen basieren auf den fachlichen Inhalten von Dr. med. Claudia Wendt und zeigen, welche Zusammenhänge zwischen Ernährung, Stoffwechsel, Immunsystem, Darm und psychischem Wohlbefinden bestehen können.

Ernährung als Schlüsselfaktor für körperliche und mentale Gesundheit

Unsere Ernährung kann zahlreiche Prozesse im Körper beeinflussen – unter anderem Stoffwechsel, Entzündungsprozesse, Hormonsystem und Immunsystem. Auch für unsere mentale Gesundheit spielt sie eine wichtige Rolle.

Dabei geht es nicht darum, eine bestimmte Ernährungsform als grundsätzlich richtig oder falsch zu bewerten. Vielmehr sollte die Ernährung zur individuellen Lebenssituation, zum Stoffwechsel und zu den persönlichen Bedürfnissen passen.

Eine ausgewogene und individuell abgestimmte Ernährung kann dazu beitragen, den Körper optimal mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen und seine natürlichen Regulationsprozesse zu unterstützen.

Ernährung und Darm-Hirn-Achse

Darm und Gehirn stehen über die sogenannte Darm-Hirn-Achse in engem Austausch miteinander. Die Ernährung beeinflusst dabei unter anderem die Zusammensetzung und Aktivität der Darmflora und damit Prozesse, die auch für unser körperliches und mentales Wohlbefinden relevant sein können.

So spielen beispielsweise Aminosäuren wie Tryptophan, aus denen der Körper unter anderem Serotonin bilden kann, eine Rolle. Auch für die Bildung von Dopamin sind bestimmte Aminosäuren und Mikronährstoffe von Bedeutung.

Eine unausgewogene Ernährung kann sich daher nicht nur auf den Körper, sondern möglicherweise auch auf Stimmung und psychisches Wohlbefinden auswirken.

Ernährung, Schlaf und Stress

Auch Schlaf und Stress stehen in engem Zusammenhang mit unserer Ernährung. Verschiedene Nährstoffe können dabei eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Magnesium, Proteine und Omega-3-Fettsäuren.

Auch Zeitpunkt und Zusammensetzung von Mahlzeiten können individuell unterschiedlich auf Schlaf und Wohlbefinden wirken.

Eine bewusste Betrachtung der eigenen Ernährungsgewohnheiten kann deshalb ein sinnvoller Bestandteil sein, wenn Schlafprobleme, Stressbelastung oder ein erhöhtes Bedürfnis nach Regeneration bestehen.

Vier Patientengruppen & ihre Ernährungsstrategien

Welche Ernährung sinnvoll sein kann, hängt von der individuellen Ausgangssituation ab. Dr. med. Claudia Wendt unterscheidet vier Gruppen, für die unterschiedliche Ernährungsstrategien im Vordergrund stehen.

Gruppe 1: Prävention – lange gesund leben

Eine ausgewogene Ernährung kann eine wichtige Grundlage dafür schaffen, die Gesundheit möglichst lange zu erhalten.

Hier steht nicht die Behandlung einer konkreten Erkrankung im Mittelpunkt, sondern die Frage: Wie kann ich meinen Körper langfristig gut versorgen und meine Gesundheit unterstützen?


Kostenfreies PDF: Ernährungsstrategie für Prävention – lange gesund leben

Gruppe 2: Patienten mit Stoffwechselstörung

Bei Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz, Fettleber oder Übergewicht kommt der Ernährung eine besondere Bedeutung zu.

Eine gezielte Ernährungsstrategie kann darauf ausgerichtet werden, den Stoffwechsel zu entlasten und die individuellen Stoffwechselprozesse zu unterstützen.



→ Kostenfreies PDF: Ernährungsstrategie bei Stoffwechselstörungen

Gruppe 3: Chronisch Kranke & Autoimmunpatienten

Bei chronischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen kann die Ernährung ebenfalls ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen Betrachtung sein.

Insbesondere Zusammenhänge mit Entzündungsprozessen und der individuellen Stoffwechselsituation können dabei eine Rolle spielen.



→ Kostenfreies PDF: Ernährungsstrategie für chronisch Kranke & Autoimmunpatienten

Gruppe 4: Nahrungsmittel-unverträglichkeiten mit Verdauungsproblemen

Wenn bestimmte Lebensmittel nicht vertragen werden oder regelmäßig Verdauungsbeschwerden auftreten, kann eine gezielte Anpassung der Ernährung sinnvoll sein.

Dabei geht es darum, individuelle Zusammenhänge zu erkennen und die Ernährung entsprechend der persönlichen Verträglichkeit auszurichten.



→ Kostenfreies PDF: Ernährungsstrategie bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Verdauungsproblemen

Individuelle Ernährung statt allgemeiner Ernährungstrends

Ernährung ist individuell. Deshalb gibt es nicht die eine Ernährungsform, die für jeden Menschen gleichermaßen geeignet ist.

Entscheidend ist vielmehr, die persönliche Situation zu betrachten und Zusammenhänge zwischen Ernährung, Beschwerden und körperlichem Wohlbefinden zu erkennen.

Die hier dargestellten Inhalte basieren auf den fachlichen Ausführungen von Dr. med. Claudia Wendt. Die vier kostenlosen PDFs bieten eine vertiefende Orientierung zu den jeweiligen Ernährungsstrategien.

Hinweis: Die Informationen dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.


Orofacialtrainer (OFT) – Funktion von Atmung und Muskulatur

Die ganzheitlich orientierte Kieferorthopädin Dr. Eva-Maria Schumann stellt mit dem sogenannten Orofacialtrainer (OFT) ein einfaches Trainingskonzept zur Verbesserung von Mundschluss, Zungenfunktion und Nasenatmung vor.


Das Training kann insbesondere bei funktionellen Beschwerden im Bereich der Atmung, der Kieferentwicklung und der muskulären Balance unterstützend eingesetzt werden.


Kapnometrie und Herzfrequenzvariabilität (HRV)

Die Messung der Herzfrequenzvariabilität (HRV) und der Atemparameter (Kapnometrie) ermöglicht eine differenzierte Beurteilung des vegetativen Nervensystems.


Unser Kollege Gerry Gajadharsingh aus London hat diese Methode in seinem diagnostischen Spektrum etabliert und entsprechende Konzepte zur Therapie und zum Biofeedbacktraining entwickelt. Die Messung erfolgt nichtinvasiv und zeigt in Echtzeit, wie sich Veränderungen im Atemverhalten auf die Regulation des Körpers auswirken.

Diese Form des Biofeedbacks kann eine sinnvolle Unterstützung bei funktionellen Beschwerden und Stressregulationsstörungen darstellen.


Funktionelles therapeutisches Krafttraining

Das therapeutische Trainingskonzept „I-MOVE“ von Dr. Vladimir Staffa basiert auf einem funktionellen Ansatz zur Stabilisierung und Kräftigung des Bewegungsapparates.

Dr. Staffa arbeitet unter anderem mit Patienten mit komplexen orthopädischen Beschwerdebildern wie Skoliose und entwickelt individuelle Trainingsprogramme. Unser Praxisteam wurde in diesem Ansatz geschult und integriert ausgewählte Übungen als sinnvolle Ergänzung zu manuellen Therapieverfahren.

Gezieltes Krafttraining kann einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Schmerzen und zur langfristigen Stabilisierung leisten.


Die hier vorgestellten Methoden und Inhalte verstehen sich als Ergänzung zu unserer diagnostischen und therapeutischen Arbeit. Sie bieten zusätzliche Einblicke und können – je nach individueller Situation – unterstützend eingesetzt werden.